Gorcumer Stadtführer im Rampenlicht: aus der Sicht von Dick Bosch

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„Selbst Menschen, die schon ihr ganzes leven hier wohnen, entdecken noch immer neue Geschichten.“

Wer mit Dick Bosch durch Gorinchem spaziert, spaziert nicht nur durch eine Stadt. Man spaziert durch sein leven.

Dick wurde vor 79 Jahren im Laantje, mitten in der Innenstadt von Gorinchem, geboren. Später zog er in die Boerenstraat, und nach seiner Heirat mit Trudy wohnte er am Langendijk. Erst als in der Innenstadt keine Wohnraum mehr verfügbar war, zog die Familie notgedrungen in den Gildenwijk um.

Doch ihr Herz? Das blieb stets innerhalb der Festungsmauern.

Ein leven lang mit Gorinchem verbunden

Zusammen mit seiner vrouw Trudy hatte Dick einen Sohn und eine Tochter. Während seiner beruflichen Tätigkeit wuchs sein Interesse an der Geschichte von Gorinchem stetig weiter. Seit vielen Jahren war er Mitglied des Geschichtsvereins „Oud Gorcum“ und vertiefte sich in die Geschichten der Stadt.

Nach einer 42-jährigen Laufbahn bei der Feuerwehr ging er 2007 in den Ruhestand. Ein schöner Moment, um seine Liebe zu Gorinchem noch stärker zum Ausdruck zu bringen.

So wurde er zum Stadtführer.

Geschichten mit Besuchern teilen

Was gefällt Dick am besten an der Arbeit als Stadtführer? Menschen zu treffen.

Bei seinen Führungen stellt er immer wieder dasselbe fest: Besucher fahren soms schon seit Jahren auf der A27 an Gorinchem vorbei, ohne zu ahnen, was sich hinter den Wohnblocks und Gewerbegebieten verbirgt.

„Dann kommen sie in die Stadt und sagen: Was für ein wunderschöner Ort!“

Dieses Staunen ist für ihn nach wie vor etwas Besonderes. Gerade weil er selbst weiß, wie viel Schönheit und Geschichte sich hinter den vestingwallen verbirgt.

Ein Ort, an dem es nie langweilig wird

Wenn Dick einen Lieblingsort nennen müsste, würde er sich ohne Zweifel für die Altenawal entscheiden.

Der Abschnitt zwischen dem Kriekenmarkt und dem Dalempoort bietet seiner Meinung nach einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt. Von hier aus blickt man auf das Flussgebiet, die Auen und das Wasser, das Gorinchem seit Jahrhunderten prägt.

„Jeder Tag ist anders“, erzählt er. „Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme.“

Die Geschichten, die niemand kennt

Was Dick vielleicht noch mehr gefällt als die bekannte Geschichte, sind die Geschichten, die oft in Vergessenheit geraten.

So erzählt er gerne von Jan van der Heijden, der 1637 in der Gasthuisstraat geboren wurde. An der Stelle, an der sich heute JIP Lunchroom befindet, begann das leven des Mannes, der später die Schlauchfeuerlöschpumpe entwickelte und damit für die Feuerwehr in den Niederlanden von großer Bedeutung wurde.

„Viele Menschen haben noch nie von ihm gehört“, sagt Dick. „Dabei war er von enormer Bedeutung.“

Bei einem Rundgang traf er sogar einen Mann aus Amersfoort, der in der Jan-van-der-Heijdenstraat wohnte. Erst während des Spaziergangs erfuhr dieser, wer eigentlich der Namensgeber seiner Straße war.

Solche Momente machen die Arbeit als Stadtführer für Dick besonders reizvoll.

Eine Stadt, die lebt

Laut Dick ist Gorinchem deshalb etwas Besonderes, weil es kein Freilichtmuseum geworden ist.

„Es ist eine historische Stadt, aber auch eine Stadt, in der Menschen leben, arbeiten, einkaufen und sich treffen.“ Das macht seiner Meinung nach den Unterschied zu vielen anderen Festungsstädten aus. Die Innenstadt pulsiert.

Zudem liegt Gorinchem inmitten einer einzigartigen Region. In kurzer Zeit erreichen Sie den Nationalpark De Biesbosch, das Munnikenland oder Slot Loevestein. Mit den Fährverbindungen können Sie die Umgebung ganz einfach erkunden, und im Sommer ist eine Rundfahrt mit der Fähre ein Erlebnis für sich.

Überraschungen für die Einwohner

Nicht nur Besucher lernen bei einem Stadtrundgang etwas Neues. Als Stadt- und Turmführer stellt Dick regelmäßig fest, dass sogar Bewohner der Innenstadt noch unbekannte Geschichten entdecken.

So erzählt er gerne von alten Hausnummern aus der Zeit vor Napoleon. Oder er zeigt Details, an denen Menschen täglich vorbeigehen, ohne sie jemals zu bemerken.

„Dann hört man oft: Das wusste ich gar nicht.“

Selbst von Menschen, die bereits seit Jahrzehnten in derselben Straße wohnen.

Ein lebendiges Gemälde

Sein persönlicher Tipp für Besucher? Besuchen Sie Buiten de Waterpoort“.

Dort können Sie den Fluss in seiner ganzen Lebendigkeit erleben. Die Merwede gehört zu den am stärksten befahrenen Flüssen Europas. Schiffe aus Rotterdam fahren in Richtung Deutschland und passieren täglich Gorinchem.

„Ich bezeichne es immer als ein lebendiges Gemälde.“

Aber auch ein Spaziergang über die vestingwallen darf seiner Meinung nach nicht fehlen.

„Ob Sie nun im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter zu Besuch kommen – die Aussicht wird nie langweilig.“

Geschichten, die man sonst nicht zu hören bekommt

Warum sollte jeder einmal einen Stadtrundgang machen? Laut Dick ist die Antwort ganz einfach: Weil man die Stadt dadurch mit anderen Augen sieht.

Nicht nur die Gebäude und Gassen, sondern vor allem die Geschichten, die sich dahinter verbergen. Geschichten, die soms schon Jahrhunderte alt sind, sich aber immer noch überraschend aktuell anfühlen.

Und genau diese Geschichten teilt Dick am liebsten.

Wählen Sie Ihre Stadtführung - Gorinchem ist voll von Geschichten. Von versteckten Gassen bis hin zu beeindruckender Geschichte und überraschenden Orten. Bei einem Stadtspaziergang werden Sie die Stadt so sehen, wie Sie sie noch nie gesehen haben.

Was Besucher über unsere Wanderungen sagen - Viele Besucher und Einwohner sind Ihnen vorausgegangen. Lesen Sie, was sie von ihrem Spaziergang hielten.